Ferienhausurlaub am Peenestrom zum Angeln, Surfen, Radfahren u.v.m

Wolgast – Hafenstadt und Tor zur Insel Usedom

DSC_2740Vom Hafen führt der Gang durch die Burgstraße, in der noch einige der alten Kaufmannshäuser mit ihren Kornböden erhalten geblieben sind, zum Marktplatz mit dem unter Denkmalschutz stehenden Rathaus. Von dem laubenartigen Vorbau sind nur noch geringe Spuren feststellbar. Der Bau zeigt in seiner Architektur Elemente der Gotik und Renaissance. An seiner Ostseite führt eine Treppe in den historischen Ratsweinkeller. Rechts vom Rathaus ist in einem der ältesten Gebäude der Stadt, das wegen seiner eigenwilligen Form im Volksmund „Kaffeemühle“ genannt wird, das Stadtmuseum untergebracht. Sehenswert ist der 1936 auf dem Rathausplatz aufgestellte, von Prof. Kurt Baer geschaffene Brunnen, auf dessen Brunnenschale zehn plastische Bildtafeln Ereignisse aus acht Jahrhunderten der reich bewegten Stadtgeschichte darstellen und erläutern. Die Tafeln zeigen u. a. die Verleihung des lübischen Rechts an die Stadt, die Beschießung Wolgasts im Jahre 1675 durch die Schweden, den großen Stadtbrand im Jahre 1713 (mit der bemerkenswerten Inschrift „Du edles Wolgast bis gar reich an alten Sachen, doch ich besorg, dass du dereinst ein Dorf wirst sein, weil deiner Bürger Mut und Nahrung klein. Die Uneinigkeit wird dich zum Steinhauf‘ machen“).

Eisenbahnhubbrücke Wolgast - Tor zur Insel UsedomAn der Apotheke gegenüber dem Rathaus befindet sich eine Gedenktafel für den Botaniker Theodor Friedrich Marsson, einen Schüler von Justus von Liebig und Ehrendoktor der Universität Greifswald, der in diesem Haus 1833 bis 1868 seine „Flora von Neuvorpommern und den Inseln Rügen und Usedom“ schrieb.

Die Stadt wird überragt von dem stumpfen Turm der im 14. Jahrhundert erbauten St.-Petri-Kirche mit der Herzogsgruft. In der Gruft stehen neun reich verzierte zinnerne Särge. Das Innere der Kirche birgt noch viele andere Sehenswürdigkeiten. Bemerkenswert sind die slawischen Bildsteine aus dem 12. Jahrhundert, das vorreformatorische Wandgemälde „Der Teufelstanz“, ein aus 24 Bildern bestehender Totentanzzyklus, Grabplatten aus verschiedenen Jahrhunderten und ein Epitaphium mit reichem Bildschmuck im Renaissancestil zur Erinnerung an den Pommernherzog Philipp I. Von dem 56 m hohen Kirchturm (184 Stufen) bietet sich ein prächtiger Rundblick bis hinüber zur Insel Rügen, über Greifswald, Anklam, die Insel Usedom, das Achterwasser und die Greifswalder Oie.

Wolgast, Tor zur Insel UsedomNicht weit von der Kirche entfernt steht die im Jahre 1500 erbaute St.-Gertrud-Kapelle. Es ist ein zwölfeckiger Bau mit einem von einer gewaltigen Rundsäule palmblattartig ausstrahlenden Sterngewölbe. An einigen Stellen in der Stadt trifft man auf Reste der alten Stadtmauer, die ebenfalls unter Denkmalschutz stehen. In der OberwalIstraße sind noch Teile eines alten Pulverturms zu erkennen.

Auch wenn sich der Hauptteil von Wolgast auf dem Festland befindet, liegen Teile der Stadt bereits auf der Insel Usedom. Wolgast-Mahlzow ist der erste Ort, der einen erwartet, wenn man die Wolgaster Brücke passiert. Wolgast-Mahlzow liegt somit direkt am Peenestrom, und auch hier kann man schöne Ferien verbringen. Wer den Trubel der Ostseebäder lieber hinter sich lässt und ehe die Ruhe sucht, findet in Wolgast-Mahlzow Ferienwohnungen, die das ermöglichen. Auch wenn Sie Urlaub mit Hund machen wollen und mit Ihrem Hund gern ausgiebige Spaziergänge am Wasser unternehmen, sind Sie hier richtig. Gleich hinter der Wolgaster Brücke, nahe bei den Ferienwohnungen in Wolgast-Mahlzow beginnt der Usedom-Radwanderweg. Radwanderer können von hier aus die gesamte Insel auf gut ausgebauten Radwegen erkunden. Und falls Sie doch im Laufe des Tages ermüdet sind, steigen Sie einfach mit Ihrem Fahrrad in die Usedomer Bäderbahn und lassen sich bis fast vor die Tür Ihrer Ferienwohnung oder Ihres Ferienhauses fahren.

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